Die Dichterin Nora Gomringer hat sich dafür ausgesprochen, die religiöse Sprache von Dichtern überprüfen zu lassen. „Wenn man mit den Worten ‚Heiland‘ oder ‚Auferstehung‘ kommt, geht das heute an den Leuten erstmal vorbei“, sagte die Künstlerin in einem Interview mit dem Magazin „Leben“ des Erzbistums Bamberg. „Wir denken nicht mehr instinktiv an Himmel und Höllenfeuer, wenn das Wort ‚Erlösung‘ erklingt“, sagte Gomringer, die selbst katholisch aufgewachsen ist. „Das Verwenden von großen Begriffen, die nicht mehr in die Lebenswelt der Menschen passen, bringt nichts.“ Die Sprache lasse sich präzisieren und „auch kleiner machen, ohne sie klein zu machen“.