Gott will erkannt werden, weil er die Liebe ist. Er will gesucht und gefunden werden in den vielgestaltigen Formen menschlicher Sehnsucht und seiner Liebe; einer Liebe, die im Letzten stärker ist als alles Fragwürdige und Finstere, als alles Elend und Abgründige unserer Geschichte. Ob nicht, ähnlich wie die Ewigkeit über der Zeit, auch seine Herrlichkeit über allem Leid, allem Elend, allem Tod gegenwärtig ist und immer schon und je neu „hinabsteigt“ in die Tränen und Fragen der Menschen?
Christoph Wrembek in: „Der entgrenzte Gott“ (Verlag Neue Stadt, München 2021)