Unterbrechung, Öffnung und Weitung, Sammlung, Aufgenommensein, Wandlung. Das wäre der Reigen anfänglichen Betens. Aus solchem Sich-Erfinden mag der Mensch die Freiheit des freien Wortes finden, er kann sein Herz ausschütten, sich aussprechen, sein Leben in Not und Glanz erzählen, ausbreiten vor sich selbst und seinem Gott. Vielleicht zunächst ins Leere, Weite, Spurlose hinein; in einem solchen nachdenklichen Erzählen erwirkt sich eine Biographie, gewinnt ein Leben sein Gesicht.
Elmar Salmann