Für Sie notiertBlick zurück im Zorn

Der Oberbürgermeister von Münster, Markus Lewe (CDU), hat die kirchliche Stellungnahme in der Migrationsdebatte (vgl. CIG Nr. 7, S. 3) scharf kritisiert. Er habe sie als „heuchlerisch und verletzend“ empfunden. Besonders in katholischen Verbänden werde teilweise mit ausgestrecktem Finger auf sogenannte Nestbeschmutzer gezeigt, sagte der Politiker im Interview mit dem Magazin Cicero. Vorstandsmitgliedern würden „Maulkörbe“ umgehängt und sie würden zum Rücktritt gedrängt. Als Konsequenz sei Lewe nach 44 Jahren aus dem Kolping-Verband ausgetreten – obwohl kirchliches Engagement zu seinem Leben gehöre und er in der katholischen Jugendarbeit seine Frau kennengelernt habe. Durch eine mangelnde politische Ausgewogenheit drohe der gesellschaftliche Einfluss der Kirchen zu schwinden. Das sei schädlich.

Die Kirchen müssen sich laut Lewe wieder auf ihre „Kernkompetenz von Glaubensverbreitung und Seelenheil konzentrieren“, „Beziehungen zwischen Gott und Menschen“ stiften. Zwar gehörten Caritas oder Diakonie dazu – die Kirche dürfe aber nicht zu einer „beliebigen NGO“ werden.

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