EditorialIm Fluss

Manchmal kommt Hilfe von unerwarteter Seite. Das dachten sich wohl auch die tschechischen Behörden, die seit Jahren versucht hatten den Fluss Klabava zu renaturieren. Stolze 1,2 Millionen Euro hätte das Projekt gekostet. Dann zog eine Biberfamilie in die Gegend, baute einen Damm und „retteten“ den Fluss damit ganz kostenlos. Als ich über die Meldung stolperte – eine der gefühlt wenigen guten Nachrichten, die es derzeit zu lesen gibt –, fiel mir die Stelle im Matthäusevangelium ein, in der Jesus Tiere zum Vorbild eines „natürlichen“ Gottvertrauens macht: „Sie säen nicht, sie ernten nicht; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch“ (6,26).

Wie steht es um den großen Fluss katholische Kirche, der sich durch die Jahrtausende schlängelt und sich manchmal, so scheint es, auch schwer umlenken lässt? Andreas R. Batlogg berichtet von den großen Plänen, mehr Synodalität zu wagen – und von kleinen Initiativen vor Ort, in denen ganz konkret Dämme abgebaut werden (vgl. S. 3). Und für unserere dritte weit!-Ausgabe habe ich die Berlinale-Filmfestspiele besucht, wo ich einer Frau begegnet bin, die sich auf dem Amazonas, dem längsten Fluss der Welt, ein neues Leben aufbaut.

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