ihre postLeserbriefe

Freies Denken

Zum Kommentar „Keine gemeinsame Sprache“ (CIG Nr. 8, S. 2)

Der Staat ist keine „Sittenschule“, keine Gesinnungs- und Erziehungsinstitution. Was die Bürger denken und fühlen, muss ihm gleichgültig sein. Er muss nur seine „Hausaufgaben“ machen: für die Sicherheit, für die Meinungsfreiheit und für den Schutz des Eigentums eines jeden sorgen – und das mit aller Konsequenz.

Friedhelm Bestek (online)

Der Staat soll nicht vorschreiben, was Menschen denken, aber er hat sehr wohl die Aufgabe, unsere Gesellschaft vor Hass und Hetze zu schützen. Meinungsfreiheit ist kein Freibrief für gezielte Angriffe auf andere oder für demokratiefeindliche Ideologien. Niemand wird für seine Gedanken bestraft, aber sobald aus Gedanken Taten werden – sei es durch Hetze, Gewaltaufrufe oder Diskriminierung – greift das Gesetz. Freiheit bedeutet auch Verantwortung.

Benjamin Daniel Feirer (online)

Horizonte

Zum Nachruf „Verstand und Herz“ (CIG Nr. 8, S. 8)

Was ich am CIG schätze: Dass ich auf acht Seiten in meinem wöchentlichen Horizont der Wahrnehmung dessen, was geschieht, geschärft und geweitet werde. Wenn ich einen Artikel wie den über den Tod von Thomas Großbölting lese, der mir bedauerlicherweise nicht bekannt war, spüre ich eine Verbundenheit, die wir „Christen in der Gegenwart“ stärker machen dürfen. Da ist etwas, das verbindet und Hoffnung macht.

Benno Schäffel, Chemnitz

Mut geben

Zum Beitrag Radikale Selbstbeherrschung“ (CIG Nr. 8, S. 6)

Gerne lese ich die Auslegungen von Annette Jantzen. Zu diesem Artikel schlug ich noch den Text bei Matthäus nach, weil immer noch mehrere Anregungen möglich sind: Ich finde, dass dort noch deutlicher formuliert ist, was den in der Gesellschaft „niedriger“ stehenden Menschen Mut geben soll: Lass dich nicht erniedrigen, sondern zeige dem Schläger, dass du dich deiner Würde trotzdem bewusst bist, und ihm darin zumindest ebenwürdig bist. Die weiteren Verse bei Matthäus zeigen mir etwas Ähnliches, aber nicht mehr so extrem.

Agatha Gachnang-Dekker, Rüti / Schweiz

Wer ist selig?

Zum Leitartikel „Ein Sprungbrett“ (CIG Nr. 7, S. 1)

Sie schreiben: „Selbstverständlich geht es um freiwillig akzeptierte Armut...“ Nehmen Sie damit der Seligpreisung Jesu nicht die Schärfe? Geht es wirklich nur um freiwillig akzeptierte oder gewählte Armut? Wer kann denn freiwillig Armut akzeptieren? Geht es Jesus nicht um jene Armen, die von den Reicheren und Mächtigen arm gemacht oder gehalten werden? Eine „unter der Armut verborgene Seligkeit“ – ist das nicht zynisch? Ich müsste Ihren Text meinem Bruder zum Lesen geben. Er lebt unter der so genannten Armutsgrenze. Selig ist er nicht.

Hermann Kast, Speyer

Neu ertasten

Zum Zeitgang „Göttliche Hierarchie?“ (CIG Nr. 6, S. 3)

Wir können die Aussagen Jesu nicht verändern und wir sollen es nicht. Aus diesen Aussagen kommt heraus, dass Jesus Gott, Messias ist. Er sagte dies selbst der Samariterin am Brunnen. Diesbezüglich hat der Kaiser Konstantin richtig entschieden. Es ist doch zu wenig, seine Entscheidung bloß als Resultat seiner politischen Erwägungen zu betrachten!

Clara Gerger (online)

Ich finde den Beitrag erfrischend realitätsnah und befreiend. Wie recht der Autor doch hat, bis in unsere Tage, „dass es gerade in Glaubensfragen nicht nur um die Wahrheit geht, sondern ebenso und vielleicht noch mehr um die Macht“. Der Artikel legt für uns heute den einfachen, großartigen Glauben an Jesus Christus frei, der tat, was er sagte: Liebt einander, wie ich Euch geliebt habe (Joh 15,12).

Michael Rösler-Goy, Prien a. Chiemsee

Scheut der Autor den Begriff Auferstehung? Kann er Auferstehung nicht glauben? Und wenn er sich schwertut damit – was ja durchaus sein darf und gemeinsam immer wieder neu bedacht, ertastet und befragt, diskutiert und gefeiert werden will –, dann würde ich mir sehr wünschen, dass Peter Trummer das eindeutig ins Wort bringt.

Katharina Weinzheimer, Andernach

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