Eine Brücke zwischen zwei Kontinenten

Der gegenseitige Austausch über Kunst, Kultur und Geschichte ist das Ziel einer Ausstellung zu 200 Jahren Archäologie in Afrika.

Bei der Arbeit im Depot: Die Archäologin Freda Nkirote M’Mbogori aus Nairobi, Kenia
Bei der Arbeit im Depot: Die Archäologin Freda Nkirote M’Mbogori aus Nairobi, Kenia© Nationalmuseen Kenia (NMK)

Berlin. Wenn von Archäologie in Afrika die Rede ist, denken viele an die Pyramiden. Dabei hat die Wiege der Menschheit weit mehr zu bieten. Die Ausstellung »Planet Africa. Eine archäologische Zeitreise« blättert in 20 Schauboxen die zwei Millionen Jahre Geschichte des Kontinents auf. Sie erschließen jeweils einen Teilaspekt durch Fotos, Texte, Dokus und Animationen, ferner ergänzt durch Vitrinen mit Leitobjekten. Die Zeitreise ist ein Kontinent übergreifendes Ausstellungsprojekt. Nach Berlin wird es in München und Chemnitz sowie als Dauerausstellung an fünf Standorten in Afrika zu sehen sein.  Kern sind sechs Module, die in Kooperation mit afrikanischen Kollegen und dem DFG Schwerpunktprogramm »Entangled Africa« (Verwickeltes Afrika) gestaltet wurden. Zudem haben afrikanische Street-Art- Künstler Illustrationen zu einzelnen Themen gestaltet. Die Inhalte, Bilder und Texte der Ausstellung passen auf einen USB-Stick und können in den Museen vor Ort mit dort vorhandenen historischen Exponaten präsentiert werden. So entsteht jeweils ein lokaler Bezug – und man umschifft unnötige Gebühren und Aufwand. 

Museumsinsel Berlin, James-Simon-Galerie, bis 27. April 2025
www. planet-africa.de

Ein Wächter beim Reinigen von Reliefs in Musawwarat as-sufra, Sudan
Ein Wächter beim Reinigen von Reliefs in Musawwarat as-sufra, Sudan. Cornelia Kleinitz, DAI-KAAK