Bildungsbereiche: Werte, Kultur, Religion und Sprache
Alter: Ab 4 Jahren, Grundschulalter
Ablauf:
„Was tut der Wind, wenn er nicht weht?“ – diese Kinderfrage hat schon Erich Kästner aufgeworfen (Kästner 2004, S. 20).
Beim Philosophieren geht es nicht darum, die richtigen Antworten zu finden, sondern seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Erwachsene korrigieren die Wortbeiträge darum nicht, sondern lassen jede Idee gelten.
Auch andere Fragen bieten sich für das Philosophieren an:
- Woher kommt der Wind und warum wird er manchmal zum Sturm?
- Hören wir ihn manchmal singen, wüten oder rufen?
Forschungsfragen führen dazu, die Welt zu hinterfragen und neue Perspektiven zu gewinnen. „Das neugierige Staunen weckt Forscher- und Entdeckungsdrang, das sinnliche Staunen zielt auf Lebenskunst, und metaphysisches Staunen führt nicht selten zu Fragen nach dem Lebenssinn“ (Steinberg 2010, S. 18). Da Philosophieren nicht nur Spaß macht, sondern auch anstrengend ist, spielen die Kinder danach selbst den Wind und sausen und wirbeln über das Gelände. Oder möchten sie Windspiele basteln, damit sie den Wind ein neues Lied singen hören?
Literatur:
Kästner, E. (2004): Kurz und bündig. Epigramme. München: dtv.
Steinberg, A. (Hrsg.) (2010): Guck mal, das geht! Bildung für nachhaltige Entwicklung gestalten – Beispiele guter Praxis aus dem Elementarbereich. Frankfurt a. M.: Leuchtpol/Arbeitsgemeinschaft Natur und Umweltbildung Bundesverband.
Idee aus: Nachhaltig mit Kindern durch das Jahr: Projektideen für die Kita (Melanie Evans-Horst, S. 45)