Frühling in der Krippe

Der Frühling ist da – und mit ihm viele Möglichkeiten, die Natur und ihre Veränderungen gemeinsam mit den Kindern zu entdecken. Begrüßen Sie die Störche mit einer Bewegungsgeschichte, werden Sie mit Blütenblättern kreativ oder färben Sie Ostereier mit Kurkuma, Heidelbeeren & Co.

Kleinkind bestaunt eine Blüte
© Kelly Sillaste - Gettyimages

Im Storchenflug

In der folgenden Bewegungsgeschichte kommt der Storch aus dem Süden zurück und fliegt an verschiedenen Tieren vorbei, die aus dem Winterschlaf erwacht sind.

SO GEHT’S

  1. Machen Sie die Bewegungen zum folgenden Körperspiel aktiv mit. Das gibt den Kindern eine Vorstellung über die Bewegungsformen und animiert sie zum Selbsttätig-Sein.
  2. Nach Bedarf können Sie den Auftritt eines Tieres verlängern, indem Sie die Bewegung wiederholen oder die Geschichte kürzen bzw. verlängern, indem Sie Tiere weglassen oder weitere einfügen, z. B. den Igel. Geben Sie den Kindern die Möglichkeit, selbst Vorschläge zu Tieren und Bewegungen zu machen.

Der Storch fliegt nach seinem Winteraufenthalt im Süden wieder zurück zu seinem Sommerort. (Auf- und Abwärtsbewegungen des Flügelschlags nachahmen; bei weiterem Auftreten des Storchs diese Bewegungen wiederholen) Dort angekommen sieht der Storch die Tiere, die gerade aus ihrem Winterschlaf aufwachen: Zuerst sieht er einen Frosch, der durch die Wiese hüpft. (in die Hocke gehen, Hände aufstützen und hüpfen) Dann fliegt der Storch weiter, bis er auf sonnenbeschienenen Steinen flinke Eidechsen kriechen sieht. (auf dem Boden liegend kriechen) Danach fliegt der Storch an Bäumen vorbei, auf denen Eichhörnchen schnell von Ast zu Ast springen. (durch den Raum springen) Abends, kurz vor seiner Ankunft, sieht er einen Dachs aus seiner Höhle kommen. (auf allen vieren krabbeln) Nun ist der Storch von seiner Reise erschöpft und landet. (die Arme senken)

Tipp: Zur Vor- bzw. Nachbereitung können Sie die Tiere auf Fotografien zeigen und mit den Kindern darüber ins Gespräch kommen. Die meisten Tiergeräusche lassen sich gut nachahmen oder mithilfe einer CD vorspielen.

Sarah Rechsteiner

Kunstwerke aus Blütenblättern & Co.

Die kleinen Kunstwerke mit Naturmaterialien sind ein schönes Geschenk – nicht nur zum Mutter- oder Vatertag.

MATERIAL

für jedes Kind:

  • Karteikarte, etwa Größe DIN A5; oder stabiler Karton
  • Schere
  • breites, doppelseitiges Klebeband (z. B. Teppichklebeband auf der Rolle)
  • frisch gepflückte Blüten
  • Gräser, Blätter oder Zweige
  • feiner (Deko-)Sand, evtl. farbig

SO GEHTS

  1. Sammeln Sie mit den Kindern draußen Naturmaterialien: zarte Blüten oder auch einzelne Blütenblätter, kurze Zweige, Gräser oder kleine Blätter von Bäumen und Büschen.
  2. Nehmen Sie die Karteikarten und bekleben Sie sie mit dem Klebeband: entweder eine komplette Kartenseite oder nur einen breiten Streifen.
  3. Lösen Sie an einer Ecke die Schutzfolie, damit die Kinder sie selbstständig abziehen können. Danach können sie die gewünschten Materialien auf der Karte verteilen und leicht andrücken.
  4. Am Schluss feinen Sand über die Karte streuen, sonst kann es passieren, dass unerwünschte Fussel oder Haare auf den noch freien Klebeflächen haften bleiben. Reste vorsichtig wegpusten.

Tipp: Vor dem Bekleben können die Kinder das gesammelte Material nach Farben sortieren und ihre Bilder in der jeweiligen Lieblingsfarbe gestalten.

Bettina Giandesin

Frühlingsblüten stempeln

Im Frühling blüht es überall: Narzissen, Krokusse, Tulpen. Ein bunter Frühlingsstrauß zur Inspiration und altersgerechte Materialien regen die Kinder zum Gestalten eines Blütenmeers an.

MATERIAL

  • gr. Papierbögen
  • Fingerfarben
  • Korken
  • Gabeln
  • Pinsel

SO GEHT’S

  1. 1. Bieten Sie den Kindern große Papierbögen an, auf denen sie frei gestalten können.
  2. 2. Mit Fingerfarben in kräftigen Frühlingstönen und eventuell Pinseln lernen die Kinder zunächst die Farbenvielfalt kennen und erkunden, wie sich die Farbe anfühlt, wie sie riecht.
  3. 3. Später können Sie Werkzeuge zur Verfügung stellen, mit denen die Kinder blumenähnliche Abdrücke stempeln können: Korken ergeben bspw. kleine kreisrunde Blüten, Gabelabdrücke erinnern an Tulpen.

Ramona Noll

Natürlich bunte Ostereier

Die Farbpalette der Natur ist groß. Auch wenn das Ergebnis meist nicht so kräftig wird wie bei gekauften Eierfarben, glänzen diese Ostereier mit ihrer natürlichen Optik. Für Kinder ist es spannend zu beobachten, wie die Pflanzenbestandteile ihre Farbe abgeben.

MATERIAL

  • 1 l Wasser pro Farbe
  • 2 EL Essig pro Farbe
  • Eier mit weißer Schale
  • Pflanzenöl, Küchenpapier

PFLANZENFARBEN

Rosa: 1 Rote Bete, in Scheiben

Gelb: 1 EL Kurkuma

Braun: 1 Handvoll Zwiebelschalen

Violett bis Blau: 1 l Heidelbeer- oder Holundersaft

Grün: 2 Handvoll Matetee, Brennnesseln oder junge Efeublätter

SO GEHT‘S

  1. 1. Für jeden Farbton das Wasser, den Essig und die jeweiligen Pflanzenbestandteile in einen Topf geben. Alles aufkochen und ca. 30 Minuten köcheln lassen. Dann den Sud abseihen. (Beim Heidelbeer- bzw. Holundersaft entfällt dieser Schritt.)
  2. 2. Die Eier mit einem Löffel vorsichtig in den leicht siedenden Sud bzw. Saft legen und hart kochen. Im Umgang mit den heißen Flüssigkeiten ist höchste Vorsicht geboten! Die Kinder sollten dabei Beobachter bleiben.
  3. 3. Die Eier herausnehmen und auf Küchenpapier trocknen lassen. Zum Schluss können die Kinder Küchenpapier mit Öl tränken und die abgekühlten Eier damit einreiben. So entsteht ein schöner Glanz.

Ramona Noll

Die Zeitschrift Kleinstkinder im Abo

  • 8 Ausgaben pro Jahr
  • Relevantes Fachwissen für den U3-Bereich
  • Zahlreiche direkt anwendbare Praxisimpulse
  • Informiert über aktuelle Ereignisse, die den Kita-Alltag beeinflussen
Jetzt gratis testen